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Papageno

(1935)

Drehbuch, Animation und Regie: Lotte Reiniger - Mitarbeit: Carl Koch, Arthur Neher - Produktion: Lotte Reiniger Film, Berlin - Musik: Motive aus der Oper "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart, arrangiert von Peter Gellhorn - 11 Min., s/w

Papageno, der muntere Vogelfänger aus Mozarts "Zauberflöte", fühlt sich einsam in der Gesellschaft seiner Vögel und wünscht sich, dass die Vögel zu wunderschönen Frauen werden. Seine Wunschbilder verschwinden, und Papagena, das ihm zugedachte Weibchen, naht. Papagenos Glück scheint vollkommen, doch als das furchtsame Geschöpf vor einer Schlange davonläuft und auch nicht wieder erscheint, nachdem Papageno die Schlange besiegt hat, will er seinem Leben ein Ende machen. Seine drei Papageien retten Papageno in letzter Minute vor dem Strick, den er schon um einen Ast geschlungen hat, und erinnern ihn an sein Glockenspiel und die berühmte Melodie, die ihm seine Geliebte zurückbringt. Und damit ihr Lebensglück noch größer wird, rollen die Vögel straußeneigroße Eier ins Bild, denen lauter kleine Papagenos und Papagenas entschlüpfen, die sich paarweise zum munteren Tanz zusammenfinden...

Als "Filmfantasie" bezeichnete Lotte Reiniger diese Arbeit nach Motiven aus Mozarts "Zauberflöte". Der Film wurde mit dem höchsten Prädikat "künstlerisch wertvoll" ausgezeichnet. Seine Uraufführung erlebte er am 11. August 1935, anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung über das Werk von Lotte Reiniger in dem Berliner Filmkunstkino "Die Kamera".